Epigenetik und Systembiologie: Newsletter Epigenetik 34


Jungbrunnen macht blinde Mäuse sehend
Die epigenetische Uhr zurückdrehen.

Schlafmangel-Epigenom
Biomarker für Schichtarbeiter-Syndrom.

Schutz durch Bewegung
Trächtige Mäuse geben Risiken nicht mehr weiter.

Und vieles mehr

(Hamburg, 27.04.2021) Liebe Leser*innen,

„Das Epigenom ist die Sprache, in der das Genom mit der Umwelt kommuniziert.“ Dieses Zitat des Stammzellforschers Rudolf Jaenisch könnte auch das Motto des Newsletter Epigenetik sein. Immer wieder geht es hier darum, wie Umwelteinflüsse und Lebensstil epigenetische Strukturen und Genregulation verändern, so dass wir uns ein Stück weit an Herausforderungen des Alltags anpassen. Auch dieses Mal lesen Sie vom Umweltgift DDT, das über drei Generationen hinweg zu wirken scheint. Sie erfahren, dass die Farbe kostbarer Perlen von der Wassertiefe abhängt, in der Austern leben. Sie lernen, wie man den Einfluss von Schlafmangel auf unsere Genregulation in Zukunft vielleicht direkt messen kann. Sie lesen vom Brokkoli, der das Herz schützen soll. Und so fort.

So spektakulär all das klingt, so sehr es uns vom Leben in Gesundheit träumen lässt – gemäß der Definition des großen Georges Canguilhem: „Gesundheit ist die Fähigkeit sich anzupassen“ – so sehr müssen wir skeptisch bleiben. Die Epigenetik ist nichts ohne das biologische System, mit dem sie vernetzt ist. In der Regel verändert sich zuerst die Genregulation und dann folgt die Epigenetik, nicht umgekehrt.

Der Essener Epigenetiker Bernhard Horsthemke hat mich dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass die Umwelt nur sehr selten auf direktem Weg epigenetische Strukturen verstellt. Die Bedeutung der Transkriptionsfaktoren, die Gene ein- und ausschalten, käme beim Versuch, Epigenetik laienverständlich aufzuarbeiten oft zu kurz – auch im Newsletter Epigenetik. Außerdem würden sehr viele klinische Studien wegen methodischer Schwächen epigenetische Effekte erfassen, wo gar keine wären. … (Lesen Sie weiter im intro des neuen Newsletter Epigenetik.)

Auch dieses Mal habe ich viele spannende Informationen für Sie zusammengestellt. Bitte empfehlen Sie den Newsletter weiter oder verlinken auf die Website newsletter-epigenetik.de. PDFs des aktuellen sowie aller früheren Newsletter können Sie dort herunterladen, aber natürlich auch auf diesen Netzseiten.

Der Nachdruck und/oder eine Veröffentlichung des Newsletters im Internet sind ohne meine Genehmigung auch in Auszügen nicht gestattet. Bitte melden Sie sich im Zweifelsfall einfach bei mir.

„Horizonterweiterung“

(Hamburg, 14.04.2021) Die ersten Stimmen zum Buch Die Vermessung des Lebens treffen ein. Michael Lange urteilt für DLF Kultur: Peter Spork „schreibt lebendig und eindringlich. Seine Begeisterung für die Systembiologie ist auf jeder Seite spürbar.“ Hans Durrer setzt sich im Blog Bücher und Bilder kritisch mit den Inhalten auseinander, lässt sich aber von den Argumenten überzeugen. Sein Fazit: „Ein engagiertes Plädoyer für einen Perspektivenwechsel sowie eine willkommene und notwendige Horizonterweiterung.“ So darf es gerne weitergehen.

Viele weitere Infos rund ums neue Buch – inklusive Video und Leseprobe – finden Sie hier. Die ersten Online-Buchpräsentationen sind für den 16. und 20. Mai geplant. Am 18. April trete ich zudem beim Saarländischen Rundfunk in der Sendung Fragen an den Autor auf. Das erste Radio-Interview, das ich unlängst dem SWR2 gegebe habe, können Sie jederzeit hier nachhören.

Vermessung des Lebens

(Hamburg, 17.02.2021)_ Ende März erscheint endlich mein neues Buch. Die Vermessung des Lebens führt allgemeinverständlich in die Welt der Systembiologie ein und entwirft dabei die Vision eines Lebens in Gesundheit. Auf den Seiten zum Buch finden Sie schon jetzt eine Leseprobe, das vollständige Inhaltsverzeichnis sowie eine Auswahl von Zitaten aus dem Buch. Selbstverständlich können Sie das Buch auch heute schon in jeder Buchhandlung vorbestellen.

Schon seit Jahrzehnten vermessen Systembiolog*innen weitgehend unbemerkt das Leben und berechnen die Zukunft von Lebewesen. Sie sagen deren mögliches Schicksal voraus. Die Antworten der Systembiologie, die meist auf sehr komplexen mathematischen Formeln basieren, helfen uns, die beste aller möglichen Zukünfte auszuwählen, indem wir gezielt auf diese hinleben. Damit eröffnet uns die Wissenschaft eine wunderbare Chance: Sie wird uns erlauben, mit dem Besten zu rechnen.

Weltweit forschen Wissenschaftler*innen mit Hochdruck daran, den menschlichen Körper ganzheitlich zu verstehen, von der kleinsten Zelle bis zum gesamten Organismus, von der Psyche bis zum Umwelteinfluss. Ihre Erkenntnisse wachsen täglich – und werden die Medizin revolutionieren. Erfahren Sie mehr.

Schlafkur im Home-Office

(Hamburg, 03.02.2021) Die Corona-Pandemie ist fürchterlich, und sie wird uns wohl noch eine Weile begleiten. Umso wichtiger, dass wir auch auf ihre guten Seiten schauen. Tatsächlich: Selbst diese Krise hat gute Seiten. So arbeiten und lernen die meisten von uns derzeit im Homeoffice oder machen Homeschooling. Das sorgt bei einigen für mehr Flexibilität und späteres Aufstehen. Manche machen eine regelrechte Schlafkur. Das ist gerade für unser Immunsystem von Vorteil. Es schützt deshalb vermutlich etwas vor ernsten Verläufen der neuen Krankheit Covid-19 und es hilft den Corona-Impfungen, besonders effektiv zu sein.

Dass Sie bald geimpft werden, und dass Sie dann auch ausgeschlafen sind, wünsche ich Ihnen jedenfalls von Herzen. Mehr zum Thema lesen Sie im aktuellen Beitrag meines Online-Magazins Erbe&Umwelt bei Riffreporter. Der Text “Schlafkur im Home-Office” ist für Abonnent*innen frei lesbar, kann aber auch per Einzelkauf erworben werden.

Kommentar zum Umgang der Medien mit Corona

(Hamburg, 19.11.2020) In einer fast schon narzisstisch anmutenden Selbstbespiegelung kreisen die meisten Berichte der Medien nur um die Entbehrungen der negativ Getesten. Begeht der Journalismus in Deutschland gerade einen gefährlichen Kunstfehler? Lesen Sie meinen Kommentar “Die eigentlichen Corona-Opfer kommen in den Medien viel zu kurz”, der im Rahmen einer neuen Kooperation zeitgleich bei Übermedien und bei RiffReporter erschienen ist. Und diskutieren Sie gerne mit.

TV-Gespräch zum Schlaf

(Hamburg, 28.12.2019) Gemeinsam mit der Moderatorin Ariane Alter und dem Schlafmediziner Clemens Heiser war Peter Spork zu Gast in der Sendung ARD Alpha Thema Gespräch. In der halbstündigen TV-Sendung ging es um das Thema: Guter Schlaf – er wär so schön. Weitere Infos zum vorgestellten Buch Wake up finden Sie hier. Für Hinweise auf weitere Termine bitte hier klicken.

 

Fragen Sie Peter Spork

(Hamburg, 20.08.2020) „Wie sieht der perfekte Mittagsschlaf aus?“ und „Beeinflusst die Epigenetik das Übergewichtsrisiko?“ So lauten die neuesten rund fünf Minuten langen Videos im YouTube-Kanal „Fragen Sie Peter Spork“. Dort beantwortet der Buchutor und Redner Fragen seiner Leser*innen. Es geht um Epigenetik, Schlaf, Chronobiologie, Alterung, Stress, Gesundheit oder das Schnarchen. Der Kanal gehört zu Peter Sporks Online-Magazin Erbe&Umwelt: Was Gesundheit und Persönlichkeit prägt. Derzeit sind zwanzig Antworten online, etwa: „Warum wäre die ganzjährige Sommerzeit so schlimm?“, „Wie wirkt Sport auf unsere Zellen?“ oder „Wie gesund ist polyphasischer Schlaf?“ In den nächsten Wochen kommen weitere hinzu, zum Beispiel zur Frage „Was ist eigentlich Imprinting?“ Sollten auch Sie eine Frage haben, schicken Sie bitte eine E-Mail.

Was Sie schon immer über Chronobiologie wissen wollten

(Hamburg, 28.07.2020) Leben ist Rhythmus. Leben ist Musik. Die Erde ist durchdrungen vom Lauf der Gestirne, der die Zeit in Jahre, Monate und Tage teilt. Seine Takte vorauszuahnen, ist für Organismen ein unschätzbarer Vorteil, so dass fast jedes Wesen sein physiologisches Geschehen einem zyklischen Muster unterwirft. Es hilft, bei Sonnenaufgang schon aktiv zu sein oder vor dem ersten Frost in Winterschlaf zu fallen. Und natürlich folgt auch der Mensch unbewusst den Rhythmen seiner unzähligen inneren Uhren, die allesamt verbunden sind zu einem hochkomplexen Räderwerk des Zeitgefühls.

Erfahren Sie mehr im neuen Schwerpunkt Chronobiologie meines Online-Magazins Erbe&Umwelt bei RiffReporter.de. In vier ausführlichen Lesestücken führe ich ein in die Wissenschaft der inneren Uhren und Kalender. Der erste Beitrag (20 Minuten Lesezeit) ist kostenlos. Darin liefere ich einen kurzen Abriss der Geschichte der Chronobiologie, von einem bahnbrechenden Experiment im Jahre 1729 bis zum Medizin-Nobelpreis 2017. Im zweiten Teil (28 Minuten Lesezeit), geht es um die faszinierendsten Rhythmen des Menschen und der Natur. Sie wiederholen sich alle 50 Minuten, 14,76 Tage oder 13 Jahre. Es gibt sogar einen 120-Jahres-Rhythmus und vielleicht eine Lebensuhr. Die Teile drei und vier erscheinen am 4. und 11. August. Darin beantworte ich die Fragen, warum Lebewesen ünerhaupt innere Uhren benötigen und wie diese gebaut sind.

Vielleicht ist jetzt also der richtige Zeitpunkt, endlich ein Abonnement von Erbe&Umwelt abzuschließen? Und falls Sie sich für Wake up! interessieren, mein aktuelles Buch über Chronobiologie, dann bitte hier entlang.

Haben Sie Fragen zur Corona-Krise?

(Hamburg, 24.03.2020) Derzeit habe ich alle weniger wichtigen Arbeiten zurückgestellt und recherchiere gemeinsam mit vielen Kolleg*innen der RiffReporter zur Corona-Krise. Selten war seriöser, qualitativ hochwertiger und zuverlässiger Wissenschaftsjournalismus so gefragt wie jetzt.

Hier finden Sie einen Beitrag mit den wichtigsten Fragen und Antworten zu SARS-CoV-2 und Covid-19. Er wird laufend aktualisiert und ergänzt. Sie haben zudem die Möglichkeit, selbst Fragen zu stellen, deren Antworten wir für Sie recherchieren. Selbstverständlich greifen wir nur auf zuverlässige Quellen zurück und nennen diese auch.

Alle Artikel der RiffReporter zu Corona finden Sie, indem Sie hier klicken.

Wenn Sie über diese und andere meiner Projekte und Aktivitäten auf dem Laufenden bleiben möchten, bestellen Sie bitte hier die kostenlose E&U-News.

Bitte verzeihen Sie, wenn diese Webseiten derzeit nicht überall aktualisiert werden. Ich versuche zumindest, die Terminvorschau auf dem Laufenden zu halten.

TV-Gespräch zur Epigenetik

(Hamburg, 29.10.2019) Gemeinsam mit Johannes Huber war Peter Spork unlängst zu Gast in der Sendung ARD Alpha Thema Gespräch. In der halbstündigen TV-Sendung ging es um das Thema: Faszination Epigenetik – Vom Gedächtnis der Gene. Weitere Infos zum vorgestellten Buch Gesundheit ist kein Zufall finden Sie hier. Für Hinweise auf weitere Termine bitte hier klicken.

 

Was Sie schon immer über Epigenetik wissen wollten

(Hamburg, 27.02.2020) Die Epigenetik gilt als eines der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit. Vielleicht sind gerade deshalb so viele Halbwahrheiten und Falschmeldungen zu diesem Thema im Umlauf. Der neue Schwerpunkt in meinem Online-Magazin Erbe&Umwelt bei RiffReporter, möchte klarstellen, was Epigenetik wirklich kann – und was nicht. Zum Übersichtsbeitrag des Schwerpunkts, Was Sie schon immer über Epigenetik wissen wollten, gelangen Sie hier.

Ein erster, kostenloser Beitrag soll möglichst knapp und laienverständlich erklären, Was Epigenetik überhaupt ist. Was sind epigenetische Strukturen? Warum hat sie die Natur erfunden? Wofür sind sie gut? Was können sie leisten, und was nicht? Zum Lesen bitte hier entlang

Ein zweiter Artikel geht richtig in die Tiefe. Es ist eine ausführliche Einführung in die Welt der Epigenetik mit Literaturverweisen und vielen wissenschaftlichen Details. Darin geht es um das zelluläre Gedächtnis für Umwelteinflüsse, um epigenetische Schalter und Dimmer, um den neuen Blick auf Gesundheit und die Entstehung vieler Krankheiten sowie um perinatale Programmierung und transgenerationelle epigenetische Vererbung. Dieser Text richtet sich an interessierte Laien und Fachleute aus allen Disziplinen der Medizin, aber auch der Psychologie, Pädagogik, Gesundheitswissenschaften und Soziologie. Er ist vollständig lesbar für Erbe&Umwelt ​Abonnent*innen (2,99 EUR pro Monat) sowie Inhaber*innen einer RiffReporter ​Flatrate oder nach einer Einmalzahlung von 3,49 EUR. Für die Lektüre bitte hier entlang.

Für weitere Infos zu meinem aktuellen Buch Gesundheit ist kein Zufall, das beschreibt, warum uns die Epigenetik einen neuen Blick auf Gesundheit schenkt, bitte hier entlang.

Zehn Sprachen

(Hamburg, 10.09.2019) Meine Bücher sind inzwischen in zehn Sprachen übersetzt. Nicht alle in jede Sprache, aber drei bis vier Sprachen pro Buch sind es teilweise schon. Dazu gehören Italienisch, Griechisch, Russisch, Polnisch, Niederländisch und Koreanisch. Jetzt kommt Chinesisch hinzu. Mein Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft erscheint dieser Tage im Programm des taiwanesischen Verlags Business Weekly. Ich freue mich vor allem über das schöne Cover. Es zeigt sowohl die Eule als auch die Lerche. Sie stehen symbolisch für die besonders frühen und besonders späten Chronotypen. Eine Gesellschaft, die mehr Rücksicht auf solche Menschen nimmt, die etwas langsamer oder etwas schneller ticken als der Durchschnitt, wäre ausgeschlafener und damit produktiver, glücklicher und gesünder.

Möchten Sie mehr über das Buch erfahren sowie weitere darin enthaltene Ideen entdecken, wie uns das Wissen der Chronobiologie zu mehr Schlaf und Gesundheit führen kann, dann klicken Sie bitte hier.

Peter Spork bei ARD alpha

(Hamburg, 10.06.2017) Welche TV-Sendung hatte bereits Papst Benedikt XVI. (damals noch Joseph Kardinal Ratzinger), Richard von Weizsäcker, Senta Berger, Madeleine Albright, Christiane Hörbiger, Desmond Tutu, Roland Berger oder Mario Adorf zu Gast? Genau: Das ARD alpha-Forum. Es war für mich also eine große Ehre, dort eingeladen gewesen zu sein. Mein 45-minütiges Gespräch mit Moderatorin Agnieszka Schneider über mein neues Buch Gesundheit ist kein Zufall können Sie sich hier noch immer anschauen.

Für weitere Infos zum Buch, klicken Sie bitte hier.
Hinweise auf weitere Termine finden Sie hier.


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